2-Tagesfahrt nach Würzburg und Bamberg am 22./ 23.10.2025

Die erste Station unserer Fahrt ist in Würzburg die fürstbischöfliche Residenz.

Sie ist eines der bedeutendsten Schlösser Europas, das von den zwei Fürstbischöfen, Johann Philipp Franz und Friedrich Karl von Schönborn, von 1720 bis 1744 nach den Plänen von Balthasar Neumann erbaut wurde. Das Barockschloss mit Hofgarten und Residenzplatz zählt bereits seit 1981 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Hervorragender Künstler wirkten bei der Ausstattung der Residenz mit, darunter der Stuckateur Antonio Bossi und der bedeutendste Freskenmaler der Zeit, der Venezianer Giovanni Battista Tiepolo, der im Treppenhaus das größte zusammenhängende Fresko der Welt schuf.anschließende Stadtrundgang führt uns über den Marktplatz mit dem prunkvollen Falkenhaus, der gotischen Marienkapelle mit den berühmten Sandsteinfiguren von Tilman Riemenschneider, dem imposanten Dom St. Kilian und dem Neumünster mit dem romantischen Lusamgärtchen. Dort befindet sich das Grab des Minnesängers Walther von der Vogelweide. Unsere Führung endet an der Schiffanlegestelle am Main. Ein herrlichen Blick auf die Alte Mainbrücke, die Festung Marienberg und das Käppele rundet unseren Streifzug durch Würzburg ab.

An Bord eines Main-Schiffes wartet das Mittagessen auf uns. Es bringt uns nach Veitshöchheim und wir spazieren durch den Rokokogarten, eine Gartenanlage rund um das Sommerschloss der Würzburger Fürstbischöfe, die europaweit ihresgleichen sucht. An jeder Ecke eröffnen sich neue Sichtachsen auf Hecken und Lauben, Pavillons und Rondells. In der Mitte des Großen Sees befindet sich der Musenberg Parnass. Ein Küchengarten durfte aber auch nicht fehlen, er bot frische Kräuter, Gemüse oder Früchte für den reichhaltig gedeckten Tisch des Fürstbischofs.

Nach der Führung geht’s per Bus zu unserem Hotel in Eibelstadt und gleich nach dem Check-in weiter zum Weingut Leininger. Uns erwartet eine gigantische fränkische Brotzeit mit Weinverkostung. Nach einem lustigen Abend machen wir uns zu Fuß auf den Weg ins Hotel.

Am nächsten Morgen starten wir in Richtung Bamberg. Leider regnet es, mal mehr mal weniger, aber stetig. Zunächst geht‘s der Regnitz entlang, gegenüber der ehemalige Fischersiedlung, sehr idyllisch. Sie wird auch Klein Venedig genannt.

Bamberg ist auf sieben Hügeln erbaut, verfügt über einen weitgehend unversehrt erhaltenen historischen Stadtkern und ist seit 1993 als UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe anerkannt.

Unser Weg führt uns durch die wunderbare Altstadt bergauf zunächst zum romanischen Dom mit seinen vier Türmen, das beherrschende Bauwerk der Altstadt. Der Kaiserdom dominiert bereits seit Jahrhunderten das Stadtbild. Der spätere Kaiser Heinrich II. legte 1004 den Grundstein. Er ist umringt von weiteren historischen Gebäuden wie dem Kapitelhaus, der Neuen Residenz und der Alten Hofhaltung mit einem beeindruckenden Blumenschmuck im Innenhof. Wir gehen wieder in Richtung Regnitz und haben der Brücke gegenüber das Alte Rathaus vor uns. Ein Blickfang. Es thront auf einer winzigen künstlichen Insel im Fluss zwischen Oberer und Unterer Brücke. Die Bürger Bambergs sollen das Rathaus – laut Legende – deshalb auf Pfählen im Wasser gebaut haben, weil der Bischof auf seinem Grund keinen derartigen Bau erlaubte.

Nach einer kurzen Mittagspause und einigen Versuchen, uns vom Regen zu trocknen, fahren wir in Richtung Buttenheim. Wir besuchen das Levis-Strauss-Museum im Geburtshaus von Levi Strauss, dem Erfinder der Jeans. Sein Leben, die Geschichte der Jeans-Herstellung, die Färbung von Denim sowie der Erfolgsgeschichte dieser Hose werden im Museum dargestellt. Die Dauerausstellung zeigt außerdem die Emigrationsunterlagen der Familie Strauss.

Nach zwei Tagen mit einem umfangreichen Programm nehmen wir viele schöne Eindrücken und auch etwas Wein mit nach Hause 😊. Der Regen hat uns leider in Bamberg ein wenig ausgebremst. Unterm Schirm hat man nicht immer die beste Aussicht.